Header Image

Weisheitszahn-OP

Viele von uns kennen jemanden, der eine Mandeloperation durchgemacht hat. Es ist ein chirurgischer Eingriff, der ca. 20–30 Minuten dauert und selbstverständlich in Vollnarkose durchgeführt wird.

Nicht weit von den Mandeln, nur wenige Zentimeter davor, liegen die Weisheitszähne. Bei einer Weisheitszahnoperation, die meistens länger als 20–30 Minuten dauert und bei der nicht nur „Weichteile“, sondern auch Knochenanteile entfernt werden, erwartet man von den Patienten, dass sie dies unter lokaler Betäubung ertragen. „Es sind ja nur Zähne!“ – Ein Aussage, die wir noch nie verstanden haben.

Aus uns unerklärbaren Gründen wird vom Patienten erwartet, alles, was mit Zähnen verbunden ist, sei „nur halb so schlimm“ und man müsse beim Zahnarzt heldenhaft sein. Geht es um andere chirurgische Eingriffe, die sogar kürzer dauern, muss niemand den Helden spielen und man hat Anspruch auf eine Vollnarkose!

Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Zahnärzte ihre Praxis selten in denselben Praxisräumen betreiben, in denen auch ein Anästhesist praktiziert. In unserem Fall ist es anders. Seit über 11 Jahren führen wir ALLE Weisheitszahnoperationen in Vollnarkose durch und können auf über 500 meist absolut komplikationslose chirurgische Eingriffe zurückblicken.

Ein großer Vorteil eines solchen Eingriffs ist nicht nur der Komfort des Patienten während der Operation. Auch danach gibt es so gut wie nie die üblichen Probleme wie geschwollene Wangen und Schluckbeschwerden. Ein schlafender Patient ist im wahrsten Sinne des Wortes „entspannt“. Seine Lippen sind schlaff, wodurch man die Mundwinkel nicht zur Seite ziehen muss, um in den weit hinten liegenden Bereich zu kommen, und auch der Blutdruck bleibt normal. Niedriger bzw. normaler Blutdruck trägt dazu bei, dass es zu keinem verstärkten Nachbluten der Wunde kommt. Dadurch können wir die befürchteten dicken Backen und starken Schmerzen nach dem Eingriff fast immer ausschließen. Zusätzlich unterstützen wir dies mit Antibiotika, abschwellenden Mitteln, sowie der Einbringung einer biologischen Fibrinmatrix, einem Material aus Ihrem eigenen Blut, welches bei einer normalen Weisheitszahnoperation in lokaler Betäubung eigentlich nie Verwendung findet.

 

Weisheitszahnoperation in Vollnarkose

Was sind eigentlich Weisheitszähne?
Als Weisheitszahn (aus dem Lateinischen: dentes sapientes) bezeichnet man den 3. Mahlzahn in der Kieferreihe. Umgangssprachlich nennt man sie einfach „Achter“. Wegen Platzmangel im Kiefer, können die Weisheitszähne häufig gar nicht oder nicht vollständig herauswachsen. Es bilden sich Zahnfleischtaschen und es kommt zu einem andauernden Druck auf den Kiefer und die übrigen Zähne.

Was können Weisheitszähne machen?

  • Verschiebungen anderer Zähne (insbesondere der Unterkiefer Frontzähne)
  • Schmerzhafte lokale Infektionen bis hin zu Abszessen mit teilweise lebensbedrohlichen schweren Komplikation, deren erstes Zeichen Schluckbeschwerden und auftretende Luftnot sind
  • Zystenbildungen (bei ausgeprägten Zysten besteht dadurch die Gefahr eines Kieferbruchs)
  • Erschwerte Reinigung der Nachbarzähne

Was wird vor dem Eingriff gemacht?

  • Eine zahnärztliche Eingangsuntersuchung durch einen Oralchirurgen sowie
  • Röntgendiagnostik (ggf. zusätzlich in 3D) und eine ausführliche
  • Erläuterung über Risiken, Ablauf und Kosten des Eingriffs sowie
  • Eine ärztliche Untersuchung durch einen Anästhesisten (Narkosearzt)

Was passiert am Tag der Operation?

  • Sie finden sich 30 Minuten vor OP-Beginn in der Praxis ein
  • Wir klären gemeinsam eventuelle Unklarheiten
  • Der Anästhesist leitet die Vollnarkose ein
  • Wir entfernen minimalinvasiv die Zähne und versorgen die Wunden mit einer biologischen Fibrinmatrix. Damit minimieren wir postoperative Beschwerden wie Schwellungen, Nachblutungen oder Schmerzen
  • Sie schlafen währenddessen – der Eingriff ist für Sie völlig schmerzfrei
  • Das Anästhesieteam überwacht in der ganzen Zeit Ihren stressfreien Schlaf
  • Nach knapp einer Stunde wachen Sie wieder auf – Sie haben es geschafft
  • Danach erholen Sie sich in einem Aufwachraum nur für Sie und Ihre Begleitung
  • Nach etwa 1–2 Stunden können Sie die Praxis mit einer Begleitperson verlassen

Was passiert nach der Operation?

  • Sie erhalten von uns 2 Kühlpacks
  • Sie erhalten eine individuelle Medikamentenliste
  • Sie erhalten Verhaltensregeln nach operativen Eingriffen – mündlich und schriftlich
  • Sie erhalten unsere Notfallkontaktdaten
  • Sie erhalten, wenn gewünscht, eine Krankschreibung
  • Sie erhalten am nächsten Tag einen optionalen Kontrolltermin
  • Nach einer Woche entfernen wir Ihnen die Nähte (auf besonderen Wunsch verwenden wir selbstauflösende Fäden)